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Studie warnt: Deutschland im Epizentrum des zweiten China-Schocks

Neue Studie warnt vor zweitem China-Schock, der Deutschland hart trifft; Ökonomen fordern härteres Vorgehen.

Handelsblatt – Wirtschaft·20. Mai 2026, 02:02 Uhr·vor etwa 3 Stunden·Relevanz: 100%
Was passiert ist

Eine aktuelle Studie des Kiel Instituts für Weltwirtschaft (IfW) warnt vor einem sogenannten zweiten China-Schock, der Deutschland besonders stark trifft. Demnach verschärft sich der Wettbewerbsdruck durch chinesische Exporte und technologische Fortschritte erheblich. Die Autoren kritisieren, dass die Bundesregierung dieser Entwicklung bislang zu passiv begegne.

Warum das wichtig ist

Dieser Trend bedroht die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen, insbesondere im Mittelstand, und könnte Arbeitsplätze in Schlüsselindustrien gefährden. Die Abhängigkeit von chinesischen Märkten und Lieferketten erhöht zudem die Anfälligkeit der deutschen Wirtschaft für geopolitische Spannungen.

Einordnung

Der Begriff 'zweiter China-Schock' beschreibt eine neue Phase des Wettbewerbs, in der China nicht mehr nur als verlängerte Werkbank, sondern zunehmend als innovativer Konkurrent auftritt. Während der erste Schock vor allem Niedriglohnsektoren betraf, zielt der aktuelle auf Hochtechnologie- und Exportbranchen, die das Rückgrat der deutschen Wirtschaft bilden. Ökonomen fordern eine proaktivere Strategie, die sowohl die Stärkung der heimischen Innovationskraft als auch eine kritischere Auseinandersetzung mit Pekings Handelspraktiken umfasst, um langfristige Schäden für den Wirtschaftsstandort Deutschland abzuwenden.