ZVEI-Chef Hager: Wirtschaft braucht mehr gesellschaftliche Akzeptanz
ZVEI-Präsident Daniel Hager warnt vor schwindender Akzeptanz der Wirtschaft und fordert Stärkung des Standorts Deutschland durch Innovation und europäische Standards.
Daniel Hager, Familienunternehmer und neuer Präsident des Zentralverbands Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI), hat seine Amtszeit angetreten. Er äußert Bedenken über eine wachsende gesellschaftliche Distanz zur Wirtschaft und betont die Notwendigkeit, europäische Standards zu setzen. Hager will die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands durch Innovation und Fachkräfte stärken.
Diese Äußerungen unterstreichen eine grundlegende Herausforderung für den Wirtschaftsstandort Deutschland: die Sicherung der Akzeptanz und des Verständnisses für die Rolle der Industrie. Eine fehlende Wertschätzung könnte langfristig Investitionen, Fachkräftegewinnung und die Innovationskraft des Mittelstands beeinträchtigen.
Die Aussage Hagers spiegelt eine verbreitete Sorge in deutschen Wirtschaftsverbänden wider. Angesichts komplexer Transformationsprozesse wie Energiewende und Digitalisierung ist das Vertrauen der Bevölkerung in die Leistungsfähigkeit und Notwendigkeit der Wirtschaft entscheidend. Die Anstrengungen des ZVEI, europäische Standards zu etablieren, sind ein Versuch, regulatorische Sicherheit zu schaffen und die Exportstärke deutscher Unternehmen zu erhalten. Für Bürger bedeutet dies letztlich die Sicherung von Arbeitsplätzen und Wohlstand, die direkt von einer starken und akzeptierten Industrie abhängen.