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USA und China: Keine Annäherung trotz warmer Worte

China-Experte Huotari sieht trotz Trump-Besuch keine grundlegende Annäherung zwischen den USA und China, sondern anhaltende Rivalität der Großmächte.

Handelsblatt – International·15. Mai 2026, 17:02 Uhr·vor etwa 6 Stunden·Relevanz: 85%
Was passiert ist

Trotz des Besuchs von US-Präsident Trump in Peking und öffentlichkeitswirksamer Gesten sieht China-Experte Mikko Huotari keine grundlegende Entspannung im Verhältnis beider Großmächte. Er beschreibt die Beziehung als ein Gefecht zweier Giganten auf Augenhöhe. Die oberflächliche Freundlichkeit überdeckt tiefgreifende strategische Rivalitäten.

Warum das wichtig ist

Diese anhaltende Rivalität hat direkte Auswirkungen auf die Weltwirtschaft, Lieferketten und globale Handelsbeziehungen. Unternehmen, insbesondere der deutsche Mittelstand, müssen mit anhaltenden Spannungen und potenziellen Handelshemmnissen rechnen, was Planungssicherheit und Investitionen erschwert. Auch für Fachkräfte kann dies Unsicherheiten in globalen Märkten bedeuten.

Einordnung

Die Einschätzung des Direktors des Mercator-Instituts für Chinastudien unterstreicht, dass die strategische Konkurrenz zwischen den USA und China struktureller Natur ist und über persönliche Beziehungen der Staatschefs hinausgeht. Technologische Führerschaft, geopolitischer Einfluss und wirtschaftliche Dominanz bleiben zentrale Streitpunkte. Eine nachhaltige Deeskalation ist unwahrscheinlich, vielmehr ist mit einer Fortsetzung des Wettbewerbs auf verschiedenen Ebenen zu rechnen. Dies erfordert von europäischen Akteuren eine klare Positionierung und die Stärkung eigener Resilienz.