Dienstag, 5. Mai 2026
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Dräger-Chef warnt vor Staatsgläubigkeit und fordert Innovationsfreiheit

Dräger-Chef Stefan Dräger kritisiert wachsende Staatsgläubigkeit und fordert mehr Freiraum für Innovationen in Medizintechnik und Sicherheit.

Handelsblatt – Unternehmen·5. Mai 2026, 07:19 Uhr·vor etwa 4 Stunden·Relevanz: 99%
Was passiert ist

Stefan Dräger, Vorstandsvorsitzender des Medizintechnik- und Sicherheitstechnikkonzerns Drägerwerk, hat sich kritisch zur aktuellen Wirtschaftslage geäußert. Er beklagt eine zunehmende Erwartungshaltung an den Staat als Wohlstandsgaranten und spricht über die Herausforderungen durch EU-Regulierungen sowie neue Geschäftschancen im Bereich der Verteidigung und kritischen Infrastruktur.

Warum das wichtig ist

Die Aussagen des Unternehmers spiegeln die Sorgen vieler deutscher Mittelständler und Großunternehmen wider, die sich durch Bürokratie und eine wachsende Staatsabhängigkeit in ihrer Innovationskraft gehemmt fühlen. Dies hat direkte Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands, die Schaffung von Arbeitsplätzen und den langfristigen Wohlstand der Bürger.

Einordnung

Stefan Drägers Interview beleuchtet zentrale Spannungsfelder der deutschen Wirtschaftspolitik: die Balance zwischen staatlicher Regulierung und unternehmerischer Freiheit, die Notwendigkeit von Innovationen in Schlüsselindustrien wie der Medizintechnik und die Anpassung an neue sicherheitspolitische Realitäten. Seine Kritik an einer zunehmenden Staatsgläubigkeit ist ein Plädoyer für mehr Eigenverantwortung und weniger Bürokratie, um die Innovationsfähigkeit und den Exportmotor Deutschlands zu erhalten. Die Betonung neuer Services im Bereich der kritischen Infrastruktur zeigt zudem, wie Unternehmen auf aktuelle Bedrohungslagen reagieren und daraus Geschäftsmodelle entwickeln.