Montag, 4. Mai 2026
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Dräger-Chef warnt: Wohlstand durch Staat ist Trugschluss

Dräger-Chef Stefan Dräger kritisiert die staatliche Wohlstandserwartung und beleuchtet Innovationen, EU-Regulierung sowie das Verteidigungsgeschäft.

Handelsblatt – Wirtschaft·4. Mai 2026, 05:51 Uhr·vor etwa 4 Stunden·Relevanz: 100%
Was passiert ist

Stefan Dräger, Vorstandsvorsitzender von Drägerwerk, äußerte sich in einem Interview kritisch zur Erwartungshaltung an den Staat als Wohlstandsquelle. Er sprach zudem über Innovationen in der Medizintechnik, die Auswirkungen von EU-Regulierungen und das wachsende Geschäft im Verteidigungssektor. Ein Vorfall im Berliner Stromnetz habe dabei neue Service-Angebote angestoßen.

Warum das wichtig ist

Diese Aussagen beleuchten die Perspektive eines führenden deutschen Industrieunternehmers auf aktuelle wirtschaftspolitische Debatten und deren Folgen für den Mittelstand. Sie zeigen, wie Unternehmen auf regulatorische Herausforderungen und neue Sicherheitsbedürfnisse reagieren müssen, was wiederum Arbeitsplätze und die Innovationskraft am Standort Deutschland beeinflusst.

Einordnung

Stefan Drägers Äußerungen spiegeln eine verbreitete Sorge in der deutschen Wirtschaft wider, dass die Eigenverantwortung und das Verständnis für die Entstehung von Wohlstand abnehmen. Die Betonung staatlicher Leistungen statt unternehmerischer Leistung und Innovation könnte langfristig die Wettbewerbsfähigkeit und den gesellschaftlichen Wohlstand gefährden. Gleichzeitig verdeutlicht die Reaktion auf den Berliner Vorfall, wie Unternehmen agil auf neue Bedrohungen reagieren und damit neue Geschäftsfelder erschließen, was die Resilienz der Wirtschaft stärkt.