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Heizungsgesetz: Kompromiss soll Umsetzung erleichtern, Kritik bleibt bestehen

Die Bundesregierung hat das Heizungsgesetz überarbeitet, doch die Kritik an Kosten und praktischer Umsetzung bleibt bestehen.

FAZ – Wirtschaft·2. Mai 2026, 11:14 Uhr·vor etwa 3 Stunden·Relevanz: 96%
Was passiert ist

Die Bundesregierung hat sich auf einen überarbeiteten Entwurf für das Gebäudeenergiegesetz geeinigt. Ziel ist eine sozialverträglichere und praxistauglichere Umsetzung der Wärmewende, insbesondere durch längere Übergangsfristen und die Verknüpfung mit kommunaler Wärmeplanung.

Warum das wichtig ist

Das Gesetz hat weitreichende Auswirkungen auf Immobilieneigentümer, Mieter sowie das Handwerk und die Bauwirtschaft. Die Kosten und die technische Machbarkeit der Umrüstungen sind entscheidend für die Akzeptanz und den Erfolg der Klimaziele im Gebäudesektor.

Einordnung

Obwohl die Koalition von einem Durchbruch spricht, bleiben grundlegende Bedenken hinsichtlich der Praktikabilität und der finanziellen Belastung bestehen. Die neuen Regelungen, die erst nach Vorliegen kommunaler Wärmepläne greifen sollen, verschaffen zwar Aufschub, schaffen aber keine vollständige Planungssicherheit. Gerade für den Mittelstand und private Haushalte sind die langfristigen Investitionsentscheidungen weiterhin mit Unsicherheiten behaftet, was die Konjunktur im Bausektor belasten könnte.