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Trump droht mit Zollerhöhung auf EU-Autos: Deutschland im Fokus

Trump droht mit 25 Prozent Zöllen auf EU-Autos, was Deutschland hart träfe; die EU kündigt Gegenmaßnahmen an.

NZZ – Wirtschaft·2. Mai 2026, 07:14 Uhr·vor etwa 2 Stunden·Relevanz: 99%
Was passiert ist

Der ehemalige US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, im Falle seiner Wiederwahl die Zölle auf Automobile und Lastwagen aus der Europäischen Union auf 25 Prozent anzuheben. Er begründet diesen Schritt mit der Behauptung, die EU halte sich nicht an bestehende Zollübereinkünfte. Die Europäische Union hat bereits Gegenmaßnahmen für den Fall solcher Zollerhöhungen in Aussicht gestellt.

Warum das wichtig ist

Eine solche Zollerhöhung würde insbesondere die deutsche Automobilindustrie und damit die deutsche Wirtschaft hart treffen, da die USA ein wichtiger Absatzmarkt sind. Dies könnte zu Produktionsrückgängen, Arbeitsplatzverlusten und einer allgemeinen Verunsicherung bei Unternehmen und Fachkräften führen. Für Verbraucher könnten importierte Fahrzeuge teurer werden.

Einordnung

Die Ankündigung Trumps ist Teil seiner 'America First'-Handelspolitik und zielt darauf ab, die heimische Industrie zu stärken, auch auf Kosten internationaler Handelsbeziehungen. Eine Eskalation des Handelskonflikts würde die ohnehin fragile Weltwirtschaft zusätzlich belasten und könnte eine Spirale von Zöllen und Gegenzöllen auslösen. Dies würde nicht nur große Konzerne, sondern auch zahlreiche mittelständische Zulieferer und deren Mitarbeiter in Deutschland und Europa direkt betreffen. Die EU steht vor der Herausforderung, eine ausgewogene Antwort zu finden, die sowohl die eigenen Interessen schützt als auch eine weitere Destabilisierung vermeidet.