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SNB-Gewinnverteilung: Bund und Kantone fordern verlässlichere Ausschüttungen

Bund und Kantone fordern stabilere SNB-Gewinnausschüttungen; die Nationalbank warnt vor Risiken für ihre Unabhängigkeit und Stabilität.

NZZ – Wirtschaft·29. April 2026, 03:30 Uhr·vor 2 Tagen·Relevanz: 94%
Was passiert ist

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) erzielt stark schwankende Gewinne, was zu Unzufriedenheit bei Bund und Kantonen führt. Diese wünschen sich eine stabilere und vorhersehbarere Ausschüttung ihrer Gewinnanteile. Hinter den Kulissen wird daher über eine Neuregelung der Gewinnverteilung diskutiert.

Warum das wichtig ist

Die Ausschüttungen der SNB sind eine wichtige Einnahmequelle für die öffentlichen Haushalte, die damit Investitionen finanzieren oder Steuern senken könnten. Eine verlässlichere Planung der Einnahmen würde den Kantonen und dem Bund mehr finanzielle Sicherheit bieten. Dies könnte sich indirekt auf die Bürger und Unternehmen auswirken, etwa durch stabilere öffentliche Dienstleistungen oder Steuerentlastungen.

Einordnung

Die Debatte um die SNB-Gewinnverteilung ist ein wiederkehrendes Thema, das die Spannung zwischen der Unabhängigkeit der Zentralbank und den fiskalischen Bedürfnissen des Staates illustriert. Während Kantone und Bund auf planbare Einnahmen hoffen, betont die SNB die Notwendigkeit, ihre Bilanz zu stärken und die Geldpolitik nicht von kurzfristigen fiskalischen Interessen leiten zu lassen. Eine zu aggressive Ausschüttungspolitik könnte die Widerstandsfähigkeit der SNB schwächen und ihre Fähigkeit beeinträchtigen, in Krisenzeiten effektiv zu agieren, was letztlich die Stabilität der Schweizer Wirtschaft gefährden würde. Eine ausgewogene Lösung muss daher sowohl die fiskalischen Wünsche als auch die geldpolitische Stabilität berücksichtigen.