| Jeder kennt es, jeder muss sich aber auch damit abfinden, die Bahn oder Straßenbahn, mit der man zu einer bestimmten Uhrzeit fahren will, kommt nicht. Oder sie kommt zwar, aber erheblich verspätet. Jetzt mag der eine denken „was soll´s“, der andere aber, der vielleicht eine Anschlussbahn oder vielleicht auch einen Flieger bekommen muss, sieht das natürlich ganz anders. Der Rhein-Sieg-Kreis jedenfalls ist darum bemüht die bahnmäßige Anbindung mit der Linie 66 in Richtung der Bundesstadt Bonn bzw. bis nach Königswinter zu optimieren. Er sieht in Pünktlichkeit und Service nämlich ein wesentliches Kriterium. In einer Befragung der Kunden in den Jahren 2009/10 sah der überwiegende Teil die Pünktlichkeit als entscheidend an. Erst danach folgten andere Faktoren, wie Sauberkeit, Sicherheit und Fahrgastinformation. Im Rahmen einer Qualitätsvereinbarung hat sich der Planungs- und Verkehrsausschuss des Kreises dafür ausgesprochen, dass eine Verspätung bis zu 2:59 Minuten gerade noch tolerabel sei. Welche Konsequenzen eine Verspätung darüber hinaus allerdings haben soll, dazu wurde nichts gesagt. (za) |