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Was ist Piracetam eigentlich und kann man es rezeptfrei kaufen?
21.11.2022 15:27:17
Piracetam (Nootropil) ist ein Wirkstoff, der in einigen europäischen Ländern zur Verbesserung des Gedächtnisses und der Gehirnfunktion eingesetzt wird. In den USA verkaufen es einige Hersteller als Nahrungsergänzungsmittel. Hier erfahren Sie, was bei der Anwendung dieses Medikaments zu beachten ist, für wen es geeignet ist und mit welchen Nebenwirkungen man rechnen muss.

Piracetam ist eine Substanz, von der man annimmt, dass sie dazu beiträgt, dass die Zellen im Gehirn und die Blutgefäße besser funktionieren. Während des Alterns und bei bestimmten Krankheiten wird die Membran, die die Zellen umgibt, steif. Zellen mit einer steifen Membran funktionieren nicht mehr so gut. Einige Wissenschaftler glauben, dass dieses Medikament dazu beiträgt, die Zellmembran zu erhalten, damit sie weiterhin gut funktionieren.

Für folgende Anwendungen ist die Evidenz einer Wirksamkeit von Piracetam relativ gut. Wichtig ist aber, dass die Medikation von einem Arzt angeordnet wird und nicht in Eigenregie erfolgt.

Anfälle von Atemnot: Einige Forschungsergebnisse zeigen, dass die Einnahme von Piracetam über einen Zeitraum von zwei bis drei Monaten dazu beiträgt, Atemaussetzer bei Kleinkindern zu verringern.

Operationen zur Verbesserung der Durchblutung des Herzens (Bypass-Operationen): Die meisten verfügbaren Forschungsergebnisse zeigen, dass die Verabreichung einer einmaligen Dosis vor einer Bypass-Operation das Erinnerungsvermögen nach der Operation verbessert.

Legasthenie: Die meisten frühen Forschungsergebnisse zeigen, dass eine mindestens 12-wöchige Einnahme von Piracetam bei Kindern im Alter von 7-14 Jahren mit Legasthenie einige Lesefähigkeiten verbessert.

Epilepsie: Die meisten verfügbaren Forschungsergebnisse zeigen, dass die Einnahme des Medikaments bei einigen Patienten, die Medikamente gegen epileptische Anfälle einnehmen, einige Symptome der Epilepsie lindert. Allerdings liefern die Untersuchungen uneinheitliche Angaben darüber, welche Symptome durch das Medikament verbessert werden.

Bewegungsstörung nach längerem Gebrauch von Neuroleptika (tardive Dyskinesie): Einige Untersuchungen zeigen, dass sich die Symptome der tardiven Dyskinesie bei manchen Menschen bessern, wenn Piracetam verabreicht wird.

Schwindel (Vertigo): Einige Forschungsergebnisse zeigen, dass die intravenöse Verabreichung von Piracetam das Schwindelgefühl bei Menschen mit Schwindelgefühlen verringert. Auch die einwöchige orale Einnahme des Wirkstoffs scheint die Symptome bei akutem Schwindel zu verringern. Bei Menschen mit chronischem Schwindel kann die Einnahme des Medikaments die Zahl der Schwindelanfälle verringern. Die Anfälle scheinen dadurch aber nicht weniger stark zu werden.

Für folgende Indikationen ist die Evidenz einer Wirksamkeit von Piracetam eher schlecht oder widerlegt. Dies beinhaltet auch einige Erkrankungen, bei denen frühere Untersuchungen eine positive Wirkung bescheinigten, wie zum Beispiel bei Alzheimer-Demenz. Bei anderen sind werden weitere Forschungen erforderlich sein, um die Wirksamkeit von Piracetam beurteilen zu können.

Alzheimer-Krankheit: Neuere Forschungsergebnisse zeigen, dass die Einnahme von Piracetam die geistigen Funktionen von Menschen mit Alzheimer-Krankheit nicht verbessert.

Vergesslichkeit im Alter ohne Demenz: Erste Forschungsergebnisse scheinen zu zeigen, dass die dreimalige tägliche Einnahme von Piracetam den altersbedingten Gedächtnisverlust bei einigen Menschen verbessern könnte.

Demenz: Erste Forschungsergebnisse zeigen, dass die Einnahme von Piracetam den Gedächtnisverlust bei einigen Patienten mit Demenz verbessern kann.

Down-Syndrom: Erste Forschungsergebnisse zeigen, dass die Einnahme von Piracetam Kindern mit Down-Syndrom nicht hilft. Bei einigen Kindern könnten Aggression und Reizbarkeit zunehmen.

Gedächtnis: Erste Forschungsergebnisse zeigen, dass die Einnahme von Piracetam den Gedächtnisverlust bei Menschen, die eine Elektrokrampftherapie (EKT) hinter sich haben, nicht verbessert.

Autismus: Frühe Forschungsergebnisse zeigten, dass die Einnahme von Piracetam zusammen mit dem Medikament Risperidon einige Symptome von Autismus bei Kindern verbessern kann.

Kokainabhängigkeit: Forschungsergebnisse zeigen, dass die Einnahme von Piracetam nicht bei Kokainabhängigkeit hilft. Bei manchen Menschen kann es den Kokainkonsum sogar verstärken.

Parkinson-Krankheit: Erste Forschungsergebnisse zeigen, dass die Einnahme von Piracetam die Symptome der Parkinson-Krankheit nicht verbessert.

Erholung nach einer Herzoperation: Erste Forschungsergebnisse zeigen, dass eine einmalige Verabreichung des Wirkstoffs durch Injektion (IV) das Gedächtnis von Menschen nach einer Operation am offenen Herzen nicht verbessert.

Schizophrenie: Erste Forschungsergebnisse zeigen, dass die Einnahme von Piracetam zusammen mit einem Medikament namens Haloperidol einige Symptome der Schizophrenie reduziert. Es ist jedoch nicht klar, ob das auch zusammen mit den neueren, wirksameren Medikamenten gegen Schizophrenie von Vorteil ist.

Sichelzellenanämie: Einige frühe Forschungsergebnisse zeigen, dass die Einnahme von Piracetam die Schwere der Symptome bei Kindern mit Sichelzellenanämie verringern könnte. Allerdings stimmen nicht alle Forschungsergebnisse damit überein. Ärzte empfehlen es nicht zur Behandlung der Sichelzellenkrankheit.

Schlaganfall: Einige frühe Forschungsergebnisse zeigen, dass die Einnahme von Piracetam einen zweiten Schlaganfall verhindern könnte. Eine Studie zeigt auch, dass bestimmte Gruppen von Menschen mit einem Schlaganfall mehr von dem Wirkstoff profitieren könnten als andere. Insgesamt scheint sich dadurch jedoch das Sterberisiko nicht zu verringern. Vielmehr könnte das Medikament das Sterberisiko bei Patienten mit den schwersten Symptomen eines Schlaganfalls erhöhen. Auch das Sprachvermögen scheint sich nicht zu verbessern.

Weitere Indikationen, bei denen die Wirksamkeit nur unzureichend nachgewiesen ist, sind Depressionen, Gehirnerschütterung, Bettnässen und Gehörverlust.

Piracetam gilt bei sachgemäßer Einnahme als sicher und gut verträglich. Einige Menschen, die es einnehmen, haben über Übelkeit, Erbrechen, Gewichtszunahme, Nervosität und Schlafstörungen berichtet. Auch die intravenöse Verabreichung gilt als sicher, wenn sie von einer medizinischen Fachkraft vorgenommen wird.

Es gibt nicht genügend verlässliche Informationen, um zu wissen, ob die Einnahme dieses Medikaments während der Schwangerschaft oder Stillzeit sicher ist. Gehen Sie auf Nummer sicher und vermeiden Sie die Einnahme. Für Kinder gilt das Medikament als sicher, wenn es unter Aufsicht eines Arztes oral eingenommen wird.

Piracetam scheint das Verlangen nach Kokain bei Personen zu erhöhen, die kokainsüchtig sind und versuchen, mit dem Konsum aufzuhören. Bis mehr darüber bekannt ist, sollten Sie dieses Medikament nicht verwenden, wenn Sie an einer Kokainabhängigkeit leiden.

Bei Epileptikern kann das Absetzen von Piracetam oder die Verringerung der Dosis die Zahl der Anfälle erhöhen. Wenn Sie Epilepsie haben, verwenden Sie diesen Wirkstoff nur unter der Aufsicht eines Arztes.

Piracetam scheint die Symptome bei Menschen mit der Huntington-Krankheit zu verstärken. Bis mehr darüber bekannt ist, sollten Sie es nicht verwenden, wenn Sie an der Huntington-Krankheit leiden.

Piracetam wird über die Nieren aus dem Körper ausgeschieden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie dieses Medikament verwenden, wenn Sie Nierenprobleme haben.

Piracetam kann die Blutgerinnung verlangsamen. Dies kann zu starken Blutungen führen, wenn es vor einer Operation eingenommen wird. Beenden Sie die Einnahme mindestens zwei Wochen vor der Operation.

Piracetam kann die Blutgerinnung verlangsamen. Die Einnahme zusammen mit Medikamenten, die ebenfalls die Blutgerinnung verlangsamen, kann das Risiko von Blutergüssen und Blutungen erhöhen. Einige Medikamente, die die Blutgerinnung verlangsamen, sind Aspirin, Clopidogrel (Plavix), Diclofenac (Voltaren und andere), Ibuprofen, Naproxen (Alacetan und andere), Dalteparin (Fragmin), Enoxaparin (Clexane, Lovenox und andere), Heparin und Warfarin (Coumadin). Bitte beachten Sie, dass dies keine vollständige Liste der gerinnungshemmenden Medikamente ist. Fragen Sie zur Sicherheit in der Apotheke nach, wenn Sie neben Piracetam auch andere Medikamente einnehmen.

Die Dosierung hängt einerseits davon ab, wofür das Medikament verwendet wird und andererseits vom Alter und Allgemeinzustand des Patienten oder der Patienten. Die folgenden Angaben sind allgemeinen Empfehlungen, die in der Packungsbeilage angegeben sind. Wenn Ihr Arzt eine andere Dosis verordnet als in der Packungsbeilage angegeben, dann folgen Sie stets den Anweisungen des Arztes.

Bei Erwachsenen, die eine Bypass-Operation durchführen lassen, werden in der Regel 12 Gramm Piracetam täglich (oral oder intravenös) für einen Zeitraum von sechs Wochen empfohlen, beginnend am sechsten Tag nach der Operation.

Für Erwachsene, die unter Epilepsie leiden, werden in der Regel 9,6 Gramm bis 24 Gramm zur oralen Einnahme pro Tag für bis zu 18 Monaten empfohlen.

Erwachsene, die unter einer Bewegungsstörung leiden, die durch Neuroleptike verursacht wird (tardive Dyskinesie), erhalten in der Regel 2,4 Gramm Piracetam zweimal täglich, oral, über vier Wochen. Bei intravenöser Anwendung lautet die Empfehlung auf 8 bis 24 Gramm pro Tag, die durch eine medizinische Fachkraft zu verabreichen sind.

Gegen Schwindel erhalten Erwachsene meist 800 mg Piracetam oral dreimal täglich für eine bis acht Wochen. Bei akuten Schwindelanfällen werden 1 bis 2 Gramm Piracetam intravenös als Einzeldosis empfohlen.

Wer dieses Medikament kaufen möchte, muss dafür in der Apotheke ein ärztliches Rezept vorweisen. Einige Online Shops – vor allem in den USA, zuletzt aber auch zunehmend in Deutschland – verkaufen Piracetam rezeptfrei und zu niedrigen Preisen. In den USA bieten zudem einige Hersteller Piracetam als Nahrungsergänzungsmittel an. Die Käufer, hauptsächlich gesunde Personen, verwenden das Produkt, um ihre Leistungen im Studium und bei der Arbeit zu steigern, aber auch zu Freizeitzwecken. Bei der nichtmedizinischen Einnahme treten häufig Nebenwirkungen wie Halluzinationen, psychomotorische Unruhe, Dysphorie, Müdigkeit, Schwindel, Gedächtnisverlust, Kopfschmerzen und starker Durchfall auf; außerdem gaben mehrere Nutzer an, weder eine kognitive Verbesserung noch psychedelische Wirkungen verspürt zu haben.

mehr Infos zu Piracetam

veröffentlicht von Tim Baum


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