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Wirtschaft

VPRT-Frühjahrsprognose zum Werbemarkt 2016: Deutsche Wirtschaft investiert verstärkt in TV- und Radiowerbung




Berlin (ots) -

- Radio und TV gewinnen kontinuierlich Werbemarktanteile
- Umsatzzuwächse der audiovisuellen Medien auf 5,7 Mrd. Euro
prognostiziert
- Hohe Reichweiten immer wertvoller für Werbungtreibende

Der Verband Privater Rundfunk und Telemedien e.V. (VPRT) hat heute
anlässlich der Jahresversammlung "Plenum der Werbung" des
Zentralverbandes der Deutschen Werbewirtschaft (ZAW) seine
Frühjahrsprognose zur weiteren Entwicklung des Werbemarktes 2016 in
den Bereichen TV-, Radio-, Audio- und Videowerbung veröffentlicht.
Für die audiovisuellen Medien prognostiziert der Verband für das Jahr
2016 insgesamt Umsatzzuwächse von 3 bis 4 Prozent (2015: +3,9
Prozent) auf rund 5,7 Milliarden Euro (2015: 5,5 Milliarden Euro) und
einen Werbemarktanteil von rund 38 Prozent (2015: 36 Prozent).

Claus Grewenig, Geschäftsführer des VPRT, kommentierte: "Die
Zahlen unterstreichen eindrucksvoll die Relevanz der Radio- und
Fernsehindustrie auch als volkswirtschaftlicher Faktor. Die
Rahmenbedingungen und Entwicklungsfähigkeit der Branche sind dabei
die zentralen Anliegen der VPRT-Mitgliedsunternehmen. Sie stehen 2016
mit den erwarteten konkreten Ergebnissen der Bund-Länder-Kommission
zur Medienkonvergenz sowie der Diskussion über den Erhalt der
Werbefreiheit im Fokus der politischen Debatte."

Die Netto-Werbeumsätze des Fernsehens in Deutschland werden laut
VPRT-Prognose 2016 um 2 bis 3 Prozent (2015: +3 Prozent) auf über 4,5
Milliarden Euro (2015: 4,4 Milliarden Euro) ansteigen. Der
Marktanteil von TV-Werbung soll erstmals auf über 30 Prozent (2015:
29 Prozent) steigen. Hinzu kommen die Netto-Werbeumsätze im Bereich
Instream-Videowerbung, für die ein Wachstum in 2016 um 25 bis 30
Prozent (2015: +28 Prozent) auf über 400 Millionen Euro (2015: 320
Millionen Euro) prognostiziert wird. Gegenüber dem Vorjahr werden
demnach voraussichtlich nochmals rund 200 Millionen Euro (2015:
+199,7 Millionen Euro) zusätzlich in TV- und Videowerbung investiert
und die Umsätze aus Bewegtbildwerbung werden insgesamt um 4 bis 5
Prozent auf knapp 5 Milliarden Euro ansteigen.

Die Netto-Werbeumsätze Radio sollen 2016 um 1 bis 2 Prozent (2015:
+0,7 Prozent) auf über 750 Millionen Euro (2015: 743 Millionen Euro)
steigen. Damit wird für die Radiowerbung in Deutschland ein
Marktanteilsgewinn auf über 5 Prozent (2015: 4,9 Prozent) erwartet.
Zusätzlich prognostiziert der Verband auf vergleichsweise niedriger
Basis einen Anstieg der Netto-Werbeumsätze im Segment der
Instream-Audiowerbung 2016 von 40 bis 50 Prozent (2015: +36 Prozent)
auf erstmals über 20 Millionen Euro (2015: 15 Millionen Euro).
Insgesamt werden damit voraussichtlich rund 18 Millionen (2015: +9
Millionen Euro) zusätzlich in Radio- und Audiowerbung investiert, die
um rund 2 bis 3 Prozent auf über 770 Millionen Euro anwachsen sollen.

Frank Giersberg, Mitglied der Geschäftsleitung und für den Bereich
Markt- und Geschäftsentwicklung im VPRT verantwortlich, erläuterte:
"Hohe Reichweiten werden immer wertvoller, daher investiert die
Wirtschaft verstärkt in Radio und TV. Gleichzeitig investieren die
Medien mehr denn je in neue Inhalte, Angebots- und Werbeformen.
Dieser Trend dürfte sich fortsetzen, so dass die Bedeutung der
Branche für den Wirtschaftsstandort Deutschland insgesamt weiter
steigt."

Für die Jahre 2017-2021 rechnet der VPRT in seiner Trendprognose
mit einer weiter steigenden Nachfrage nach audiovisuellen
Medieninhalten sowie nach audiovisuellen Werbemöglichkeiten. Dabei
wird für die linearen Angebote eine stabile Entwicklung erwartet,
während für nonlineare und interaktiv verbreitete Inhalte (z. B.
Video-on-Demand, Audio-on-Demand, Smart-Radio, Smart-TV oder Virtual
Reality) eine hohe Wachstums- und Innovationsdynamik prognostiziert
wird. Gleichzeitig rechnet der VPRT in den kommenden Jahren mit einer
fortschreitenden Fragmentierung, neuen Markteintritten, starkem
internationalen Wettbewerb und in Folge mit weiter steigender
Wettbewerbsintensität. Medienunternehmen werden in diesem Marktumfeld
erhebliche Investitionen in Inhalte und technische Innovationen (z.
B. Programmatic) tätigen. Größte Herausforderung bleibt dabei
weiterhin die Schaffung eines konvergenten Regulierungsrahmens und
fairer Wettbewerbsbedingungen. Für die werbungtreibende Wirtschaft
wird Werbung in audiovisuellen Medien als ein zentraler Faktor ihrer
Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit weiter an Bedeutung gewinnen.

Mit seinen heute veröffentlichten Zahlen ergänzt der VPRT die
offizielle deutsche Werbestatistik des ZAW, die unter anderem auf den
jährlich vom VPRT erhobenen Umsatzmeldungen basiert. Die
VPRT-Frühjahrsprognose zum Werbemarkt 2016 basiert auf
Unternehmensbefragungen und Experteninterviews.

Tabellen zur VPRT-Frühjahrsprognose zum Werbemarkt 2016

Prognostizierte Umsatzentwicklung 2016e
Fernsehwerbung +2 bis +3 Prozent
Instream-Videowerbung +25 bis +30 Prozent
Bewegtbildwerbung +4 bis +5 Prozent

Radiowerbung +1 bis +2 Prozent
Instream-Audiowerbung +40 bis +50 Prozent
Audiowerbung +2 bis +3 Prozent

Quelle: VPRT-Frühjahrsprognose zum Werbemarkt 2016

Entwicklung der Netto-Werbeumsätze audiovisueller Medien
(2009-2016e) Netto-Werbeumsätze in Deutschland, in Millionen Euro
(siehe beigefügtes PDF)

Entwicklung der Werbemarktanteile (2011-2016e) Anteile an den in
der ZAW-Statistik erfassten Netto-Werbeumsätzen gesamt, in Prozent

2011 2012 2013 2014 2015 2016e
Fernseh-
werbung 24,83% 26,02% 26,85% 28,00% 29,06% > 30%
Radio-
werbung 4,42% 4,64% 4,86% 4,81% 4,88% > 5%

A/V-Gesamt 29,26% 30,66% 33,06% 34,51% 36,15% rd. 38 %

Quellen: VPRT-Frühjahrsprognose zum Werbemarkt 2016

Weitere VPRT-Publikation: Der VPRT begleitet die Marktentwicklung
der audiovisuellen Medien in Deutschland mit regelmäßigen Erhebungen
und Veröffentlichungen. 2016 hat der Verband bereits die
VPRT-Mediennutzungsanalyse 2015 veröffentlicht und wird nach der
vorliegenden Frühjahrsprognose zum Werbemarkt 2016 im Sommer die
Entwicklung des Pay-TV-Marktes mit seiner Pay-TV-Statistik (Juli)
aufzeigen und im Herbst seine Umsatzprognose für alle Umsatzsegmente
der audiovisuellen Medien 2016 (Oktober) veröffentlichen.

Aktuelle Marktdaten finden Sie unter:
http://www.vprt.de/marktdaten

Downloads: Tabellen http://www.vprt.de/fruehjahrsprognose2016

Grafiken http://www.vprt.de/fruehjahrsprognose2016-grafiken

VPRT-Mediennutzungsanalyse 2015 http://ots.de/QON2r

Über den VPRT:

Der VPRT ist die Interessenvertretung der privaten Rundfunk- und
Telemedienunternehmen. Mit ihren TV-, Radio-, Online- und
Mobileangeboten bereichern seine rund 140 Mitglieder Deutschlands
Medienlandschaft durch Vielfalt, Kreativität und Innovation. Damit
das auch in der digitalen Welt so bleibt, müssen die regulatorischen,
technologischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stimmen. Als
Wirtschaftsverband unterstützen wir unsere Unternehmen im Dialog mit
Politik und Marktpartnern beim Erreichen dieses Ziels - national und
auf EU-Ebene.



Pressekontakt:
Für Rückfragen:
Frank Giersberg, Mitglied der Geschäftsleitung, Markt und
Geschäftsentwicklung
T | +49 30 3 98 80-100, E | giersberg@vprt.de

Pressesprecher Hartmut Schultz, Hartmut Schultz Kommunikation GmbH
T | +49 30 3 98 80-101, E | schultz@schultz-kommunikation.de


Verband Privater Rundfunk und Telemedien e.V.
Stromstraße 1, 10555 Berlin
Rue des Deux Eglises 26, B-1000 Bruxelles - Büro Brüssel
T | +49 30 3 98 80-0, F | +49 30 3 98 80-148
E | info@vprt.de
www.vprt.de

Quelle




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